Dreischichtplatten
Dreischichtplatten: Aufbau, richtungsabhängige Festigkeit, übliche Dicken und Formate, Normen, Einsatz als Bekleidung und Aussteifung.
Massivholzplatte, Mehrschichtplatte
Eine Platte aus drei kreuzweise verklebten Massivholzlagen. Wegen ihrer schönen Massivholzoberfläche wird sie auch gern als Sichtbekleidung eingesetzt.
Wie wird es hergestellt?
Dünne Brettlagen – drei, seltener fünf – werden kreuzweise mit MUF-Klebstoff zu einer relativ dünnen Platte verklebt. Durch die Kreuzung ist die Platte formstabil und in beiden Richtungen ihrer Ebene tragfähig.
Technische Daten
- Aufbau
- drei (seltener fünf) gekreuzte Massivholzlagen
- Rohstoff
- Fichte, Tanne, Kiefer, Douglasie und Lärche
- Festigkeit
- Biegefestigkeit in Faserrichtung der Decklage 12–35, quer dazu 5–9 N/mm²
- Rohdichte
- 400–500 kg/m³
- Klebstoff
- MUF
- Übliche Abmessungen
- Dicke 13, 15, 19, 27 mm; Platte ca. 5,00 × 2,05 m
- Norm
- EN 13353, EN 13986
- Wofür?
- tragende und aussteifende Beplankung, Fassade, Schalung
| Format | Dicke (mm) | Lagen |
|---|---|---|
| ca. 5,00 × 2,05 m | 13, 15, 19, 27 | 3 (seltener 5) |
Einsatzbereiche
- aussteifende Beplankung von Holzrahmenwänden, Kasten- und Rippendecken, Dächern
- Fassadenbekleidung, Innenausbau, Möbel, Schalung
- dampfbremsende, luftdichte Schicht – wenn die Stösse sorgfältig abgedichtet sind
Worauf achten?
- Die Festigkeit ist stark richtungsabhängig: In Faserrichtung der Decklage ist die Biegefestigkeit ein Mehrfaches der Querrichtung – die Platte ist nach der Lastabtragung auszurichten.
- Das Plattenformat (ca. 5,00 × 2,05 m) weicht vom 125-cm-Raster ab – die Aufteilung sollte darauf abgestimmt werden.